Jul 10 2008
Die Milch macht’s?!
Ein Thema, mit dem ich mich seit einigen Wochen beschäftige, lautet Milchprodukte. Sie gelten als kalziumreich und gesund - wenn sie auch tierische Fette enthalten. Doch wenn man die Fakten einmal näher beleuchtet, tauchen einige Ungereimtheiten auf.
So mutet es schon etwas absurd an, dass die Babynahrung eines anderen Säugetieres - abgestimmt auf die Bedürfnisse heranwachsender Kälber - bei uns als “Allheilmittel” und überlebenswichtig gilt. Damit die Kinder überhaupt die Chance haben, groß und stark zu werden, bekommen sie bereits in der Schule Milch von Kühen vorgesetzt. Erwachsene sollen Milch trinken, um das Osteoporose-Risiko zu senken. Überhaupt steckt in so vielen Produkten Milch, dass man kaum eine Chance hat, die Kälbernahrung nicht zu sich zu nehmen. Latte Macchiato, Pizza, Tomate-Mozzarella, Müsli, Nutella, Torte…
Doch sind wir wirklich auf die Muttermilch eines anderen Säugetieres angewiesen? Der größte Teil der Weltbevölkerung verträgt im Erwachsenenalter überhaupt keine Milch mehr, da ihm das Enzym Laktase fehlt (Laktoseintoleranz). Ist der Mensch also tatsächlich dafür gemacht - oder gar darauf angewiesen, bis ins hohe Alter Milch zu trinken?
Inzwischen werden immer mehr Krankheiten mit Milchkonsum in Verbindung gebracht, z.B. Diabetes, Multiple Sklerose, Morbus Parkinson, Akne, Neurodermitis und Autismus. Erstaunlich ist auch, dass Osteoporose in Ländern, in denen kaum Milch getrunken wird, nahezu unbekannt ist, während in unseren Gefilden fast die Hälfte der über 70-jährigen betroffen ist. Diverse Studien deuten darauf hin, dass erhöhter Milchkonsum das Osteoporose-Risiko steigert (hier eine weitere Quelle) - und nicht senkt, wie es von der Milchindustrie versprochen wird.
Ich bin kein Wissenschaftler und habe als langjähriger Internet-User gelernt, Website-Inhalten nicht blind zu vertrauen. Jeder kann Texte mit beliebigem Inhalt ohne Qualitätskontrolle veröffentlichen. Somit sind die oben genannten Daten natürlich kritisch zu betrachten. Dennoch regen sie den ein oder anderen ja vielleicht zum Nachdenken an. Es gibt übrigens Alternativen zu diversen Milchprodukten.
Und wer noch nicht überzeugt ist, kann sich ja mal mit den Themen Tierschutz, Umweltschutz und Rückständen in der Milch befassen. Hier noch ein weiterer Link zu diesen Themen.
P.S. Ich will niemanden bekehren und werde auch selbst nicht zum Veganer. Doch wenn wir alle unseren Milch-Konsum etwas einschränken, geht es der Umwelt - und vielleicht auch uns selbst - ein bisschen besser.
P.P.S. Kleiner Nachtrag: Hier noch ein interessantes PDF Die gesündeste Ernährung, Eine ärztliche Analyse und Bewertung von Dr. med. Ernst W. Henrich
Und noch ein Nachtrag:
